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Kompetenzbasierte Tätigkeiten in der forensischen Pflege
Kompetenzbasierte Aufgaben und Tätigkeiten von forensisch-psychiatrisch Pflegenden.
Eine Literaturanalyse des Zeitraumes 1994 - 2010 im deutsch- und englischsprachigen Raum
Die pflegewissenschaftliche Bachelorarbeit hatte zum Ziel, kompetenzbasierte Aufgaben und Tätigkeiten von forensisch-psychiatrisch Pflegenden[1] auf internationaler Ebene zu erfassen und zu beschreiben, da in Deutschland bisher keine existieren und im englischsprachigen Raum nur teilweise pflegewissenschaftlich fundierte Aufgaben-, Tätigkeits- und Kompetenzbeschreibungen verfügbar sind.
Innerhalb der Literaturarbeit erfolgte die Analyse englisch- und deutschsprachiger Veröffentlichungen der letzten 17 Jahre zur Bearbeitung der Fragestellung „Über welche kompetenzbasierten Aufgaben und Tätigkeiten verfügen forensisch-psychiatrisch Pflegende?“ Der aktuelle Stand des wissenschaftlichen Diskurses konnte so widergespiegelt werden, eine Basis für weitere wissenschaftliche Arbeiten wurde geschaffen.
Die Literaturanalyse basierte vorwiegend auf Veröffentlichungen aus dem englischsprachigen Raum in den Bereichen Pflegewissenschaft, Medizin, Philosophie und Psychologie des Zeitraums 1994 bis 2010. Die computergestützte Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken Medline®, Cinahl®, APA PsycNET™, Heclinet©, Psyndex® und PsycINFO®.
Neben der Beschreibung der Begriffe „Aufgaben“, „Tätigkeiten“ und „Kompetenzen“ im kontextuellen Rahmen erfolgte die Ergebnisdarstellung.
Im englischsprachigen Raum konnten nur lückenhafte oder gar fehlende Beschreibungen identifiziert werden. Im deutschsprachigen Raum fehlen sie vollständig. Dies spiegelt den nicht vorhandenen pflegewissenschaftlichen Fachdiskurs in der Bundesrepublik wider.
In der Literaturarbeit wurden verschiedene Kompetenzen den jeweiligen Aufgaben und Tätigkeiten zugeordnet. Bei fehlenden Beschreibungen von Kompetenzen wurden Anregungen zu möglichen Kompetenzen gegeben.
Ein Teil der Ergebnisse stellt die folgende Auflistung zu kompetenzbasierten Aufgaben von forensisch-psychiatrisch Pflegenden dar.
Beziehungsarbeit:
Therapeutische Kompetenzen; Therapeutische und interpersonale Kommunikationskompetenzen; Kompetenz in der expliziten Handlung; Kompetenz der Selbstreflexion; Kompetenz Grenzen zu setzen; Kompetenz des individuellen Umgangs mit der Störung oder psychischen Erkrankung
Interaktionen fördern:
Therapeutische und interpersonale Kommunikationskompetenzen; Psychiatrische Kompetenz
Interaktionen reflektieren:
Therapeutische und interpersonale Kommunikationskompetenzen; Kompetenz der Selbstreflexion; Psychiatrische Kompetenz
Sozialkompetenztraining:
Therapeutische und interpersonale Kommunikationskompetenzen; Kompetenz Grenzen zu setzen; Sozialkompetenz
Realitätsorientierung:
Therapeutische und interpersonale Kommunikationskompetenzen; Kompetenz der Selbstreflexion; Psychiatrische Kompetenz
Praktisches Kompetenztraining:
Therapeutische und interpersonale Kommunikationskompetenzen; Psychiatrische Kompetenz, Verhandlungskompetenz.
Eine wissenschaftliche Fundierung in den Bereichen Kompetenzen, Aufgaben und Tätigkeiten von forensisch-psychiatrisch Pflegenden ist weiterhin wünschenswert.
Weitere und ausführlichere Informationen zu diesem Themenbereich sind unter folgenden Kontaktdaten erhältlich:
Daria Olsen, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pflegewissenschaft (BScN, stud. MScN)
Handy: 0178 - 1742552
eMail: daria.olsen@gmx.de
[1]Zur besseren Verständlichkeit wird bei Personenbezeichnungen entweder die Pluralform oder die männliche Form eingesetzt; weibliche Bezeichnungen gelten als darin mit eingeschlossen.