Das Verzeichnis
der Institutionen ist Wegweiser und Orientierungshilfe. Das Verzeichnis
wird ständig aktualisiert. Es gibt einen ersten Überblick
über die Einrichtungen des deutschen Maßregelvollzugs.
Der Eintrag in diesem Verzeichnis mit Namen,
Adresse, Telefon, Fax, Internet und eMail ist kostenlos. Zur Beantragung
des Eintrags einfach das Anmeldeformular
herunterladen, ausfüllen und zurück faxen.
Speziell gelistete Standorte der Forensik werden auf einer nach Bundesländern
geteilten Deutschlandkarte verzeichnet. Mit einem Mouseklick
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In Deutschland
werden psychisch kranke Rechtsbrecher durch Gerichtsurteil nach
den §§ 63 und 64 Strafgesetzbuch (StGB) im Maßregelvollzug
untergebracht.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren am 31.
März 2000 bundesweit 5.831 Menschen in Maßregelvollzugseinrichtungen
untergebracht, davon 4.051 in psychiatrischen Kliniken und 1.780
in Entzugsanstalten nach § 64 Strafgesetzbuch (StGB). Von diesen
1.780 waren 816 Drogenabhängige, die übrigen 964 waren
wegen Alkoholabhängigkeit untergebracht.
Die Durchführung des Maßregelvollzugs ist
in der Bundesrepublik durch unterschiedliche Träger in forensisch-psychiatrischen
Kliniken organisiert. In NRW beispielsweise ist der Maßregelvollzug
Aufgabe des Landes, die die Landesdirektoren der Landschafts-verbände
Rheinland und Westfalen-Lippe im Wege der Organleihe als untere
staatliche Maßregelvollzugsbehörde wahrnehmen. Es gibt
von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Einrichtungen. In
Niedersachsen sind z.B. die Landeskrankenhäuser mit der Forensischen
Psychiatrie betraut, genauso wird größtenteils in den
neuen Bundesländern verfahren.
Im August 1999 gab es 5.466 Betten in Deutschland. Dem
stehen Anfang 2000 bundesweit nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
5.831 Untergebrachte gegenüber. Es gibt in Deutschland also
weniger reguläre Plätze (Planbetten) als vom Gericht angeordnete
Unterbringungen psychisch kranker Straftäter. Das führt
zwangsläufig zur Überbelegung der vorhandenen Einrichtungen,
die jedes Jahr zunimmt. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ist
diese Überbelegungssituation mit mehreren hundert "Überbetten"
dramatisch. Dort sollen deshalb sechs neue Forensik-Einrichtungen
mit insgesamt 470 Plätzen gebaut werden.
Zum Vergleich: Im März 2000 befanden
sich rund 51.000 Menschen im Strafvollzug.
(ohne Untersuchungshaft und Jugendstrafvollzug)
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