Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie

Fachausschuss Forensik

der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

VERSCHOBEN: Internationale Konferenz der International Association for the Treatment of Sexual Offenders (IATSO) vom 01.-04.09.2020

Vom 1. bis zum 4. September 2020 sollte die 16. Internationale Konferenz der International Association for the Treatment of Sexual Offenders (IATSO) in Frankfurt am Main stattfinden.
Aufgrund der aktuellen Lage ist die Veranstaltung für August 2021 geplant.

Eine aktuelle Übersicht über bereits bestätigte Keynote-Vorträge und Workshops sowie weitere Informationen zur Konferenz sind hier abrufbar.


 

DHS Fachkonferenz SUCHT - "Raus aus der Krise – Sucht in Veränderung?!" - 25 - 27.10.21, Potsdam

Mit der 60. DHS Fachkonferenz Sucht unter dem Titel „Raus aus der Krise – Sucht in Veränderung?!“ wollen die Veranstalter die Folgen der Corona-Pandemie auf den Suchtmittelkonsum, die Versorgungsstrukturen sowie die Beratung und Betreuung abhängigkeitskranker Menschen beleuchten.
Der Blick soll darauf gerichtet werden, welche Strategien, Strukturen und neuen Wege in der Suchthilfe, Suchtprävention und Sucht-Selbsthilfe entwickelt wurden, um den Corona bedingten Herausforderungen und Veränderungen zu begegnen.

Mit der Tagung sollen notwendige Entwicklungstendenzen und Perspektiven aufgezeigt werden.

Nähere Infos & Anmeldung [hier].


 

Jahrestagung der DGSP e.V. - 11. bis 13. November 2021 in Bremen und online

11. bis 13 November 2021 in Bremen und online

(Die Veranstaltung wird hybrid geplant und nach den Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchgeführt.)

In der Landschaft der Psychiatrie finden die beteiligten Personen, vor allem auch in dieser schwer erträglichen Zeit der Pandemie, viele kreative Lösungswege und haben trotz aller Probleme gemeinsam mit anderen Akteuren auch an Stärke gewonnen. Daher sollten wir optimistisch nach vorne blicken und uns fragen: Was fangen wir mit der gewonnenen Stärke an?

Natürlich ist weiterhin viel Verbesserungspotential zu entdecken: die Menschenrechte und die psychiatrischen S3-Leitlinien sind nicht zu unserer Zufriedenheit umgesetzt, Menschen werden zwangsbehandelt, zu sehr behandelt statt begleitet und es ist zu erwarten, dass gerade nach Abklingen der Corona-Krise die leeren öffentlichen Kassen zu sozialen Härten führen werden. Besonders gefährdet sind dabei die verletzlichsten Menschen unserer Gesellschaft, die jetzt schon mit sehr schwierigen Bedingungen der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe konfrontiert sind. Diejenigen, die oft nicht an dem Ort wohnen können, zu dem sie sich zugehörig fühlen, die nicht die sozialen Kontakte und die unterstützende Begleitung finden, die sie benötigen und denen die Wege zu Recovery und Empowerment oft verbaut sind.

Gemeinsame Stärken finden und Ermutigung erfahren

Mit dieser Tagung möchten wir Ihnen zeigen, dass gemeinsames Handeln wirksam ist und Sie bestärken, zusammen mit Mitstreiter*innen für bessere Lebens- und Begleitungsmöglichkeiten psychisch leidender Menschen zu kämpfen. Wir möchten gemeinsame Stärken finden und Ermutigung erfahren.

An der Psychiatrie beteiligte Menschen, seien es Nutzer*innen, Angehörige oder professionell Tätige, haben Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen mit diversen asymmetrischen Machtstrukturen machen müssen. Sie haben für sich diese Erfahrungen individuell oder auf Gruppenebene verarbeitet und jeweils einen Umgang damit gefunden. Die einen erleben diese Erfahrungen als Gewinn, die nächsten als Ballast. Einige wollen die Erfahrungen für sich konstruktiv nutzbar machen, andere wollen sie ruhen lassen.

Psychiatrie ist sowohl ein Teil als auch ein Spiegel dieser Gesellschaft: Werthaltungen, ökonomische Zwänge, Marktorientierung, Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen, der rechtliche und finanzielle Rahmen, die UN-BRK und anderes wirken auf das real Mögliche ein.

»Macht euch stark zur Umsetzung  gemeinsamer Ziele!«

In dieser hier grob skizzierten Gemengelage gilt es, gegen mögliche Widerstände in der Politik, der Gesellschaft, in Institutionen und Behörden etc. sozialpsychiatrische Ideen umzusetzen. Dazu braucht es Gestaltungspotenzial: Ideen, Energie, Ausdauer, Solidarität, Reflexionsfähigkeit,  materielle Ressourcen. Für uns ergeben sich daraus die Fragen: »Was macht uns stark? Wozu und wie nutzen wir die gewonnene Kraft?« Dies denken wir im Sinne einer inklusiven Psychiatrie. Wie soll sie aussehen? Diese Fragen wollen wir aus trialogischer Sicht beantworten. Wir benötigen die Vielstimmigkeit und die vielen Perspektiven als Potential zur Auseinandersetzung, für den Empowermentprozess und das anschließende Handeln.

Im Rahmen der Tagung wollen wir diesen Fragen nachgehen und Orte der Stärkung von Macht und Einfluss/ Handlungsfähigkeit betrachten. Wichtig wird es hierbei sein, die unterschiedlichen Erlebens- und Handlungsebenen zu reflektieren. Was für die einen Nutzer*innen wertvoll erscheint, kann für andere ohne Wert sein. Genauso verhält es sich bei den Angehörigen und professionell Handelnden.

Veränderungen auf individueller, organisatorischer und struktureller Ebene erfordern Kraft von allen Akteur*innen, einschließlich der Betroffenen. Bestimmte Konstellationen scheinen geeignet zu sein, Veränderungspotentiale zu mobilisieren. Die Erarbeitung gemeinsamer Ziele lässt es möglich erscheinen, Kräfte der Veränderung zu bündeln und damit die Erfolgsaussichten von Gestaltungs- und Veränderungsvorhaben in ihrer Umsetzung zu steigern. Aus der eingangs gestellten Fragestellung wird die Botschaft: »Macht euch stark zur Umsetzung  gemeinsamer Ziele!«

Wir wünschen allen Tagungsteilnehmer*innen eine interessante und erkenntnisreiche Tagung.

Die Vorbereitungsgruppe

Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie [hier].