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Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie

Fachausschuss Forensik

der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

15. Wiener Frühjahrstagung für Forensische Psychiatrie: Psychopathologie - Gewalt - Schuld. 1. Juni 2022

Jede Gewalttat ist das Resultat von unterschiedlichen Konstellationen innerer und äußerer Bedingungen, von interaktionellen und Beziehungsfaktoren und letztlich von nichtvorhersehbaren situativen Zufälligkeiten.

Bei der Beurteilung der Schuld- bzw. Zurechnungsfähigkeit gilt es, die kausale Verbindung zwischen psychopathologischen Phänomenen und Tat zu erfassen und schlüssig dazustellen. Dazu wird im Sinne der „phänomenologischen Epoche“ nach Husserl bei der Begutachtung anfangs nur der Komplex „Symptomatik-Tat“ untersucht, während allgemeine kriminogene Risikofaktoren erst in einem zweiten Schritt als weitere Erklärung für das Verhalten des Täters herangezogen werden. Zur Frage nach der Zurechnungs-/Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt leisten sie allerdings keinen Beitrag. Von ähnlicher Relevanz ist diese Unterscheidung im therapeutischen Kontext des Maßnahmen-/Maßregelvollzugs. Der Gesetzgeber verlangt einen Abbau der krankheitsspezifischen Gefährlichkeit, der jedoch ohne Reduktion der (mit ihr in unterschiedlichem Ausmaß verbundenen) allgemeinen kriminogenen Risikofaktoren für gewöhnlich nicht erreicht werden kann.

Die Vorträge der diesjährigen Wiener Frühjahrstagung für Forensische Psychiatrie sind der Darstellung dieser manchmal augenfälligen, manchmal diskreten Ver-bindungen gewidmet. Auf diesem Wege soll an die zentrale, im klinischen Alltag oft aus dem Blickfeld geratene Position der Psychopathologie in der Forensischen Psychiatrie erinnert werden.

 

Programm und Anmeldung: www.ce-management.com


 

15. Wiener Frühjahrstagung für Forensische Psychiatrie. 11. Juni 2022

Zum Thema Psychopathologie - Gewalt - Schuld findet am Samstag, den 11. Juni 2022, die 15. Wiener Frühjahrstagung für Forensische Psychiatrie statt.

Veranstalter ist die Österreichische Gesellschaft für Forensische Psychiatrie OeGFP.

Die Tagung findet im ARCOTEL Wimberger, Wien, statt. eine digitale Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Weitere Informationen (hier) .


 

Wie wird man Straftäter? Wie kommt man da raus?

Der Verein "Forensische Psychiatrie und Psychologie Berlin (FPPB) e.V." lädt in Kooperation mit dem Institut für Forensische Psychiatrie der Charité zur 

25. Berliner Junitagung für Forensische Psychiatrie und Psychologie. 

Die Tagung findet am Freitag, 17. Juni 2022 statt von 9.00-17.15 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin - Mitte.

Nähere Informationen und Tagungsprogramm (hier).


 

4. Symposium Forensik "Update Sucht" 22. Juni 2022, 9:00 - 15.30 Uhr, online

Im Rahmen des diesjährigen Symposiums stehent neue Trends im Bereich der Suchtmedizin und –Therapie im Fokus. Sie erfahren mehr über neue psychoaktive Substanzen und deren Nachweismethoden im Labor. Zudem gibt es Raum für die Auseinandersetrzung mit neuen Entwicklungen in der Therapie von Suchtkrankheiten und den Vorzügen einer zieloffenen Therapie.
Diese Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt.

Weitere Inforeamtionen, Programm & Anmeldung (hier)


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Auswirkungen des § 4 PflBG FachgesprächONLINE des Fachausschusses Forensik FachgesprächONLINE ► 31. August 2022 | 16 - 18 Uhr

Welche Auswirkungen haben die nun gesetzlich geregelten Vorbehaltstätigkeiten der Pflegefachpersonen (§ 4 PflBG) für die pflegerische und pädagogische Versorgungspraxis im Maßregelvollzug?

Seit der letzten Änderung des Pflegeberufegesetzes vom 13.01.2020 sind erstmals vorbehaltene Tätigkeiten für Pflegefachpersonen gesetzlich definiert (§ 4 PflBG). Hierdurch wird die besondere Expertise der Pflegefachpersonen gestärkt und explizit herausgestellt. Allerdings sind mit dieser Gesetzesnovellierung Fragen im Hinblick auf die Gestaltung von Prozessen im Maßregelvollzug entstanden.

Vor diesem Hintergrund werden wir neben einem Impulsvortrag folgende Fragen gemeinsam im Fachgespräch diskutieren:

  • Welche Auswirkungen hat § 4 PflBG auf die Arbeit der pflegerischen und pädagogischen Berufsgruppen im Maßregelvollzug?
  • Wie wird der Prozess der praktischen Umsetzung von § 4 PflBG gesteuert und gestaltet?
  • Wie erfolgt die inhaltliche Differenzierung der jeweiligen Aufgaben und Tätigkeiten der pflegerischen und pädagogischen Berufsgruppen, insbesondere hinsichtlich der Schnittstellen?

Referent*innen:

  • Daria Olsen (MScN, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Praxisanleiterin),
  • Andrea Trost (BA of Nursing, MA Beratung und Vertretung im Sozialen Recht)
  • Michael Hechsel (Erzieher)

Anmeldung

Die Anmeldung ist kostenlos, bitte melden Sie sich über untenstehendes Formular an.
Die Zugangsdaten werden Ihnen rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail zugesandt.

Weitere Informationen & Anmeldung(hier).


 

INTERSEKTIONALITÄT ALS INSTRUMENT DER VERMEIDUNG STRUKTURELLER DISKRIMINIERUNG - 5. - 9. September 2022

Internationale Klausurwoche: Ethische, rechtliche und soziale Aspekte von Antidiskriminierungsstrategien in der psychischen Gesundheitsversorgung

Diskriminierung in der psychischen Gesundheitsversorgung aufgrund struktureller Diskriminierungssysteme wie Ableismus, Rassismus, (Hetero-)Sexismus, Klassismus und Altersdiskriminierung stellt ein drängendes ethisches, rechtliches und soziales Problem dar. Intersektionalität hat sich als Instrument einer kritischen Praxis und Analyse struktureller Diskriminierung herausgebildet. Als Analyseinstrument stellt es die Gleichzeitigkeit, Komplexität, Interdependenz und Ko-Konstitution von sich überschneidenden Diskriminierungssystemen in den Mittelpunkt. Als Praxistool liegt Intersektionalität Projekten zugrunde, die soziale Gerechtigkeit anstreben. Ursprünglich von Aktivist*innen der Schwarzen Feministischen Graswurzelbewegung entwickelt, ist das Konzept von unterschiedlichen Disziplinen aufgegriffen worden. Dabei steht Intersektionalität sowohl als Konzept als auch als Praxistool vor zahlreichen Herausforderungen, die es zu lösen gilt.

Ziel dieser internationalen Klausurwoche ist es, Nachwuchswissenschaftler*innen (Doktorand*innen und Postdocs) und erfahrene Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen, um Intersektionalität als Instrument zur Vermeidung struktureller Diskriminierung in der psychischen Gesundheitsversorgung aus ethischer, rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren, Hürden einer Implementierung intersektionaler Ansätze in Forschung und Praxis zu identifizieren und Lösungsstrategien für die Umsetzung einer nicht-diskriminierenden psychischen Gesundheitsversorgung zu entwickeln.

Weitere Infos zur Veranstaltung und geplanten Referenten finden Sie hier.

CALL FOR PAPERS:

Bewerbungen bis zum 15. März 2022