• DE
Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie

Fachausschuss Forensik

der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

Auswirkungen des § 4 PflBG FachgesprächONLINE des Fachausschusses Forensik FachgesprächONLINE ► 31. August 2022 | 16 - 18 Uhr

Welche Auswirkungen haben die nun gesetzlich geregelten Vorbehaltstätigkeiten der Pflegefachpersonen (§ 4 PflBG) für die pflegerische und pädagogische Versorgungspraxis im Maßregelvollzug?

Seit der letzten Änderung des Pflegeberufegesetzes vom 13.01.2020 sind erstmals vorbehaltene Tätigkeiten für Pflegefachpersonen gesetzlich definiert (§ 4 PflBG). Hierdurch wird die besondere Expertise der Pflegefachpersonen gestärkt und explizit herausgestellt. Allerdings sind mit dieser Gesetzesnovellierung Fragen im Hinblick auf die Gestaltung von Prozessen im Maßregelvollzug entstanden.

Vor diesem Hintergrund werden wir neben einem Impulsvortrag folgende Fragen gemeinsam im Fachgespräch diskutieren:

  • Welche Auswirkungen hat § 4 PflBG auf die Arbeit der pflegerischen und pädagogischen Berufsgruppen im Maßregelvollzug?
  • Wie wird der Prozess der praktischen Umsetzung von § 4 PflBG gesteuert und gestaltet?
  • Wie erfolgt die inhaltliche Differenzierung der jeweiligen Aufgaben und Tätigkeiten der pflegerischen und pädagogischen Berufsgruppen, insbesondere hinsichtlich der Schnittstellen?

Referent*innen:

  • Daria Olsen (MScN, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Praxisanleiterin),
  • Andrea Trost (BA of Nursing, MA Beratung und Vertretung im Sozialen Recht)
  • Michael Hechsel (Erzieher)

Anmeldung

Die Anmeldung ist kostenlos, bitte melden Sie sich über untenstehendes Formular an.
Die Zugangsdaten werden Ihnen rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail zugesandt.

Weitere Informationen & Anmeldung(hier).


 

INTERSEKTIONALITÄT ALS INSTRUMENT DER VERMEIDUNG STRUKTURELLER DISKRIMINIERUNG - 5. - 9. September 2022

Internationale Klausurwoche: Ethische, rechtliche und soziale Aspekte von Antidiskriminierungsstrategien in der psychischen Gesundheitsversorgung

Diskriminierung in der psychischen Gesundheitsversorgung aufgrund struktureller Diskriminierungssysteme wie Ableismus, Rassismus, (Hetero-)Sexismus, Klassismus und Altersdiskriminierung stellt ein drängendes ethisches, rechtliches und soziales Problem dar. Intersektionalität hat sich als Instrument einer kritischen Praxis und Analyse struktureller Diskriminierung herausgebildet. Als Analyseinstrument stellt es die Gleichzeitigkeit, Komplexität, Interdependenz und Ko-Konstitution von sich überschneidenden Diskriminierungssystemen in den Mittelpunkt. Als Praxistool liegt Intersektionalität Projekten zugrunde, die soziale Gerechtigkeit anstreben. Ursprünglich von Aktivist*innen der Schwarzen Feministischen Graswurzelbewegung entwickelt, ist das Konzept von unterschiedlichen Disziplinen aufgegriffen worden. Dabei steht Intersektionalität sowohl als Konzept als auch als Praxistool vor zahlreichen Herausforderungen, die es zu lösen gilt.

Ziel dieser internationalen Klausurwoche ist es, Nachwuchswissenschaftler*innen (Doktorand*innen und Postdocs) und erfahrene Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen, um Intersektionalität als Instrument zur Vermeidung struktureller Diskriminierung in der psychischen Gesundheitsversorgung aus ethischer, rechtlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren, Hürden einer Implementierung intersektionaler Ansätze in Forschung und Praxis zu identifizieren und Lösungsstrategien für die Umsetzung einer nicht-diskriminierenden psychischen Gesundheitsversorgung zu entwickeln.

Weitere Infos zur Veranstaltung und geplanten Referenten finden Sie hier.

CALL FOR PAPERS:

Bewerbungen bis zum 15. März 2022