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Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie

Fachausschuss Forensik

der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

Da muss man doch was machen!

- Jugendkriminalrecht im Spannungsfeld von Strafe, Erziehung und Gefahrenabwehr -

vom 15.02. - 17.02.2019 an der Evangelischen Akademie Bad Boll

Die Diskrepanz von wahrgenommenem und realem Risiko ist ein Dauerthema in der Debatte um Jugendkriminalität. Sie verstellt gelegentlich den Blick für eine realistische Bewertung von Risiken und angemessenen Reaktionsformen. Die mit Jugendkriminalität befassten Berufsgruppen sind unter Druck, den an sie herangetragenen Erwartungen zu begegnen, ohne sich vereinnahmen zu lassen und unrealistische Hoffnungen auf absolute Sicherheit zu nähren.

Wollen Sie mitdiskutieren und Erwartungen hinterfragen, dann finden Sie hier alle Infos zur Tagung, den Referenten und der Anmeldung.

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Symposium Die Sicherheitsgesellschaft – Im Kontext realer und gefühlter Risiken

Am 19. Februar 2019 lädt die Universität Osnabrück zum Symposium in der Schlossaula mit dem Ziel, das gestiegene Sicherheitsbedürfnis vieler Bürgerinnen und Bürger entlang realer und gefühlter Gefahren und Risiken interdisziplinär zu betrachten und einzuordnen. Das Symposium nimmt die erhöhte Risikowahrnehmung aus verschiedenen Perspektiven und Handlungsfeldern in den Blick und lässt Referenten verschiedenen Professionen und Handlungsfelder zu Wort kommen. Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm und zur Anmeldung finden Sie hier.

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Symposium Forensik in Gießen, 19.02.2019: Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen im MRV.

 

Die Vitos Kliniken für forensische Psychiatrie haben sich gemeinsam mit der Vitos Akademie der Fort- und Weiterbildung in forensisch relevanten Bereichen verschrieben.

Im Rahmen des Forensik-Symposiums 2019 möchten sie den Teilnehmenden die Gelegenheit geben, die konkrete Umsetzung der Behandlung im Kontext der Unterbringung im Maßregelvollzug kennenzulernen.

Zum Thema der ersten Veranstaltung dieser Reihe haben die Veranstalter die Psychotherapie der Persönlichkeitsstörungen gemacht. Diese kommen sowohl als primäre als auch als komorbide Störung sehr häufig vor.

Besonderen Wert wurde bei der Programmgestaltung auf die Darstellung der praktischen Umsetzung im Kontext der Behandlung in den forensischen Kliniken gelegt.

 Informationen zum Programm und zur Anmeldung [hier]. 

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34. Eickelborner Fachtagung zu Fragen der Forensischen Psychiatrie vom 06. bis 08. März 2019

Unter dem Titel "Maß. Regel.Vollzug. Therapie und Sicherheit in der forensischen Psychiatrie" lädt der LWL in Lippstadt zum 34. Mal zu einer Fachtagung der Forensischen Psychiatrie ein.

In Zeiten, in denen Gesetzesänderungen und Gerichtsurteile die Grundlagen der Unterbringung im Maßregelvollzug stark verändern, wurden wieder namhafte Referentinnen und Referenten eingeladen, die neben dem theoretischen Input auch die Chance des fachlichen und multiprofessionellen Austausches bieten.

Das gesamte Tagungsprogramm, Abtracts sowie Infos zur Anmeldung und Anreise nach Lippstadt finden Sie hier.

Die Anmeldefrist endet am 31.01.2019.

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14. Forensisch-psychiatrisches Gespräch 2019: Umgang mit devianter Sexualität

Das Universitätsklinikum Tübingen lädt zum 14. Tübinger Forensisch- psychiatrischen Gespräch. Am 29. März 2019 erörtern die Referenten die therapeutischen Möglichkeiten zum Umgang mit devianter Sexualität von Menschen im Maßregelvollzug. Hier finden Sie nähere Infos zum Tagungsprogramm sowie zur Anmeldung.

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4. Bundeskonferenz der forensisch-psychiatrischen Pflege

Am 17./18. Juni 2019 wird die

4. Bundeskonferenz der

forensisch-psychiatrischen Pflege

zum Thema

„Ich spreche forensisch. Und Du?“

Auf Augenhöhe begegnen – miteinander arbeiten!

stattfinden.

Ziel der Konferenz ist es, am ersten Tag Empowerment und Recovery praktisch erfahrbar zu machen. Am zweiten Tag sollen Ideen und praktische Ansätze für die Arbeit mit Peers vorgestellt und die Möglichkeiten diskutiert werden, wie diese in die berufliche Praxis integriert werden können. So individuell jeder Lebens- und Rehabilitationsweg ist, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an die professionell Tätigen. Für viele „Profis“ stellt sich die Frage, ob Pflegefachpersonen untergebrachten Personen authentisch Hoffnung vermitteln, Ihnen Orientierung im Behandlungs- und Rehabilitationsverlauf geben und sie zu eigenen Entscheidungen und Verhaltensveränderungen motivieren können? Und wenn ja, wie? Zur Beantwortung dieser Fragen hat ein paritätisch aus Expertinnen und Experten aus Erfahrung sowie mit Pflegedirektoren der LWL-Maßregelvollzugskliniken besetztes Gremium ein Programm entworfen. Dieses Programm sieht schwerpunktmäßig vor, dass Expertinnen und Experten aus Erfahrung Ihre Erfahrungen in Kleingruppen zu ihrer jeweils individuellen Lebens- und Rehabilitationsgeschichte, sowie zu einzelnen Phänomen und als förderlich bzw. hinderlich erlebten Interventionen teilen. Zu diesen Phänomene gehören u.a. „Vom Erhalt der kriminellen Energie“, „Zeitempfinden in der Unterbringung“, „Mann/ Frau sein im Vollzug“, Patientensubgruppen im Vollzug“ und „Unterschiede zwischen JVA und Maßregelvollzug“. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass am zweiten Konferenztag in Kleingruppen Kollegiale Fallbesprechungen durchgeführt werden, die konsequent unter Einbeziehung des Erfahrenen Wissens neue Blickwinkel ermöglichen sollen. Neben diesem Austausch wird eine Kunstausstellung einzelne forensisch relevante Phänomene und Interventionen „anders“ erfahrbar machen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die während einer Unterbringung Ihren individuellen Recoveryweg über kreative Ausdrucksmöglichkeiten gefunden haben, werden Kunstwerke ausstellen und sie in der Auseinandersetzung mit diesen Kunstwerken zur Reflexion anregen. Die Titel einiger Werke lauten z.B. „Die Unschuldsvermutung“, „Die Bedürfnispyramide nach PsyCh.“, „Ab-sonderung“, „Zwangsbehandlung“ oder „Recover Me“. Lassen Sie sich überraschen und irritieren! Wer untergebrachten Personen Selbstbestimmung und Selbstbefähigung ermöglichen will, muss auch die eigenen Rollen und Handlungsweisen hinterfragen. Dazu bieten wir Ihnen zwei Tage einen Raum – und viel Expertise aus Erfahrung. Diese Erfahrungen sind für alle bedeutsam – für Pflegefachpersonen ebenso wie für Führungskräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Verwaltungsangehörige.

[Tagungseinladung, Programm und Infos zur Anmeldung finden Sie hier.]

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