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Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie

Fachausschuss Forensik

der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

5. Dortmund-Hemeraner Fachtagung: OPEN DOORS - Chancen und Risiken

Die 5. Dortmund-Hemeraner Fachtagung des Arbeitskreises Psychiatrie und forensische Psychiatrie im Dialog  findet am 4. und 5. Juli in Dortmund statt. Unter dem Titel "OPEN DOORS - Chancen und Risiken" wird es theamtisch darum gehen, dass offenen Türen die Möglichkeit einer freiwilligen und selbstbestimmten Behandlung verbessern, mehr Partizipation und Akzeptanz der eigenen Erkrankung schaffen können. Dieser Ansatz betrachtet aus der Sicht der Psychiatrie und Psychologie sowie der Frage, wie "open doors" mit den Sicherungsbestimmungen der forensischen Psychiatrie einhergehen kann, werden an den zwei Tagen betrachtet.

Genauere Infos zu Veranstaltungsort, Tagungsgebühr und Anmeldung sowie das Tagungsprogramm erfahren Sie hier.

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Die Situation der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der NS-Zeit

Gegen das Vergessen.

► 31. August 2018 | Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Zum 7. Mal laden die 14 Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie zur Veranstaltung »Gegen das Vergessen: Aus der Geschichte lernen«, dem Begleitprogramm zur Gedenkveranstaltung für die Opfer von »Euthanasie« und Zwangssterilisation.

Dieses Jahr bilden die Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in der NS-Zeit den thematischen Schwerpunkt der Veranstaltung.

Die Vorträge beschäftigen sich mit geschichtlichen und aktuellen Entwicklungen und Realitäten (Friedrich Leidinger) und mit der Bewegung der Angehörigen, welche sich der Suche nach dem Schicksal ihrer Familienmitglieder und dem Umgang damit sowohl nach außen als auch innerhalb der eigenen Familie widmet. (Sigrid Falkenstein und Renate Michel).

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Gedenkveranstaltung für die Opfer von »Euthanasie« und Zwangssterilisation findet statt am Samstag, den 1. September 2018, in der Philharmonie in Berlin.

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Gewalt und Zwang im institutionellen Kontext - Fachtagung der KrimZ am 25. & 26.10.2018 in Wiesbaden

Gewalt und Zwang sind alltägliche Phänomene. Dennoch gibt es zunehmend Aufmerksamkeit für solche Vorfälle, die in gesellschaftlichen und staatlichen Einrichtungen anzutreffen sind.

Die diesjährige Herbsttagung wird sich aus interdisziplinärer Perspektive mit verschiedenen Formen von Gewalt und Zwang im institutionellen Kontext befassen und dabei sowohl Strategien der Täter als auch Folgen für Betroffene thematisieren.

Darüber hinaus werden tatbegünstigende Strukturen ebenso diskutiert wie der institutionelle Umgang mit Aufarbeitung und Prävention. Neben Justizvollzugsanstalten werden psychiatrische und pflegerische Einrichtungen sowie Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bzw. mit reformpädagogischer Ausrichtung in den Blick genommen.

Das Tagungsprogramm kann hier entnommen werden, hier das Anmeldeformular.

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Das Soziale in der Psychiatrie – zur Selbsttäuschung eines Fachgebietes und ihrer Überwindung

Lesung der Stiftung für Soziale Psychiatrie.

14. November 2018, 18.00 Uhr

Städtische Volkshochschule Magdeburg (Leibnizstraße 23, 39104 Magdeburg)

Am Vorabend der DGSP-Jahrestagung lädt die Stiftung für Soziale Psychiatrie zu Vortrag, Diskussion und Lesung mit Stefan Weinmann und Monika Staemmler in die Volkshochschule Magdeburg.

Nähere Informationen zur Lesung und zur Anmeldung finden Sie hier.

»Die Psychiatrie ist eines der faszinierendsten Fachgebiete der Medizin – und gleichzeitig dasjenige, welches unter der medizinischen Perspektive am meisten leidet. Wir wissen trotz jahrzehntelanger und teurer neurobiologischer Forschung immer noch wenig zu den biologischen Mechanismen psychiatrischer Erkrankungen. Viele interessante Befunde sind nicht für die Behandlung und Versorgung von Menschen mit psychischen Problemen anwendbar. In vielen Aspekten der Psychiatrie unterliegen wir Mechanismen der Täuschung und Selbsttäuschung in Forschung und Praxis. Dies führt dazu, dass wir oft das Wesentliche aus dem Auge verlieren: die soziale Bedingtheit psychischer Auffälligkeiten und die Rolle gesellschaftlicher Ungleichheit. Es ist an der Zeit, uns von einer zu engen medizinischen Sichtweise zu verabschieden, die nicht selten chronifizierende Wirkung von Psychopharmaka und anderer biologischer Therapien anzuerkennen und die Hilfesysteme an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen anzupassen. Für die Überwindung unserer Vor-Urteile ist der ausdrückliche und verbindliche Einbezug von Betroffenen genauso notwendig wie ein Paradigmenwechsel in Forschung und Praxis. « (Stefan Weinmann, Psychiater & Psychotherapeut, Berlin)

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Sozialpsychiatrische Versorgung unter dem Gesichtspunkt gesellschaftlicher Ungleichheiten

Jahrestagung der DGSP

15.-17. November 2018 in Magdeburg

In Deutschland bestehen auf die Regionen bezogen strukturelle Ungleichheiten, denen soziale Ungleichheiten folgen. Das Wegbrechen von Strukturen in Bereichen wie ÖPNV, Bildung oder Gesundheit hat direkte Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse und Lebensqualität der Menschen. Akteur*innen im Feld der Psychiatrie müssen deshalb gesellschaftliche Ungleichheiten und deren Bedeutungen für die Klient*innen und für die eigene Arbeit reflektieren. Dies gilt sowohl für die Ebene staatlicher und länderspezifischer Psychiatriepolitik, für die kommunale Ebene, die Ebene der Trägerorganisationen und der konkreten Arbeit mit einzelnen Klient*innen als auch für entsprechende Gruppenangebote und Aktivitäten in Sozialräumen und Gemeinwesen.

Auf unserer Jahrestagung wollen wir Herausforderungen benennen und kreativ nach Lösungen suchen.

Zwei Mitglieder des Fachausschusses Forensik bieten hierzu einen Workshop an:

Ambulante Nachsorge psychisch erkrankter Straftäter in der gemeindepsychiatrischen Versorgung.

Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

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