Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie

Fachausschuss Forensik

der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

Diskussionspapier: Welche Auswirkungen haben die nun gesetzlich geregelten Vorbehaltstätigkeiten für Pflegefachpersonen auf die Versorgungspraxis im Maßregelvollzug?

Am 13. Januar 2020 ist die letzte Änderung im Pflegeberufegesetz (PflBG) verabschiedet worden. In diesem Gesetz werden erstmals vorbehaltene Tätigkeiten für Pflegefachpersonen aufgeführt (§ 4 PflBG). MIt dieser Entwicklung und deren mögliche Auswirkungen auf die forensisch-psychiatrische Versorgungspraxis haben sich einige Expert*innen intensiv auseindergesetzt und ein Diskussionspapier verfasst. Die Autor*innen begrüßen die neue gesetzliche Vorgabe außerordentlich, da hierdurch die besondere Expertise der Pflegefachpersonen gestärkt und explizit herausgestellt wird. Allerdings sind mit der Neufassung des Gesetzes auch Fragen im Hinblick auf die Gestaltung von Prozessen im Maßregelvollzug entstanden. Eine dieser Fragen wird im Folgenden fokussiert: Welche Auswirkungen hat § 4 PflBG auf die Arbeit der pflegerischen und pädagogischen Berufsgruppen im Maßregelvollzug?

Zum Diskussionspapier


 

Forensische Kliniken am Rande des Zusammenbruchs

Ein Recherchebericht vom 18.01.2021, veröffentlicht auf der Plattform BuzzFeed.News. Autorinnen: Carolin Haentjes & Antonia Märzhäuser/Mitarbeit: Juliane Löffler. Die Recherche ist mit einem Stipendium des netzwerk recherche gefördert worden. 
Lesen Sie [hier] den Onlinebericht.


 

 

Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage zur Auslastung der Kliniken beim Maßregelvollzug.

Lesen Sie [hierdie Antwort der Bundesregierung auf kleine Anfrage zur Auslastung der Kiniken beim Maßregelvollzug vom 14.12.2020.


 

Standortbestimmung zur forensisch-psychiatrischen Pflege der DGSP e.V.

Die Arbeitsgruppe "Pflege" des Fachausschuss Forensik der DGSP e. V. hat eine Standortbestimmung zur forensisch-psychiatrischen Pflege 2020 erarbeitet, die die DGSP e. V. nun veröffentlicht hat.

Mit dieser Standortbestimmung wird erstmalig die Verortung der forensisch-psychiatrischen Pflege auf der Ebene der Wissenschaft und Praxis dargestellt. Sie beschreibt zudem die Kompetenzbereiche und die Perspektiven des Berufsfeldes, um dessen Inhalte und Handeln zu verdeutlichen. Das interdisziplinäre Selbstverständnis der forensischen Psychiatrie soll gestärkt werden. Zugleich dient die Stellungnahme als bundeslandübergreifende Orientierung. Anlassgebend für die Standortbestimmung waren die Gesetzesnovellierungen des Jahres 2017 und die sich weiterhin ändernden Behandlungs- und Versorgungsstrukturen im „System Maßregelvollzug".

Lesen Sie hier [die Standortbestimmung]  sowie die [Stellungnahme] anlässlich des internationalen Tages der Pflege.


 

Jahresbericht 2019 der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter. Ein Schwerpunkt: Psychiatrische Einrichtungen.

Lesen Sie [hier] den Bericht.

"Abolitionis-muss": Manifest zur Abschaffung von Strafanstalten und anderen Gefängnissen

Das Strafvollzugsarchiv hat ein Manifest zur Abschaffung von Strafanstalten und anderen Gefängnissen veröffentlicht, [hier] nachzulesen.

Im Strafvollzugsarchiv werden insbesondere Briefe von Gefangenen zu rechtlichen Fragestellungen beantwortet. Dazu kommt eine Verknüpfung mit der Forschung und Lehre.

Das Strafvollzugsarchiv wurde 1977 von Johannes Feest zu Beginn seiner Tätigkeit als Hochschullehrer an der Universität Bremen, Fachbereich Rechtswissenschaft, gegründet. Wie der Name nahelegt, den es seit 1983 trägt, wird dort Literatur und Rechtsprechung zum Thema Strafvollzug und anliegenden Themenbereichen zusammengetragen.

Die eigentliche Besonderheit des Strafvollzugsarchivs ergibt sich jedoch aus dessen Namen nicht. Von Beginn an gingen dort schriftliche Anfragen von Gefangenen aus dem Straf- und Maßregelvollzug ein. Diese werden von uns (ehrenamtlich) beantwortet. Daran beteiligt sich ein in Größe und Zusammensetzung variierender (kleiner) Kreis von Personen aus der Hochschule einschließlich Studierenden und Personen aus der anwaltlichen Praxis.